der erste Bericht aus dem Kosovo

Arbeiten im Kosovo- Die Geburt einer Idee
wir, das sind Holger Siemer und Michael Lueken, leben und arbeiten seit vier Wochen im Kosovo. wir sind im Auftrag der UN hier und versuchen innerhalb unserer Möglichkeiten ein Stück weit Normalität in diese Region zu bringen. Normalität heißt auf uns bezogen, dass wir als Polizeibeamte arbeiten und die Kollegen derKPS (kosovo police service) anleiten und unterstützen.
unser " Einsatzort" ist die Stadt Vushtrri, zwischen Mitrovica und Pristina gelegen. die Größe der Stadt ist nicht genau beziffert. die Bewohner schwanken mit ihren zahlen zwischen 30.000 und 50.000 nur für die Stadt. das arbeiten hier ist natürlich von Gegensätzen und Entbehrungen geprägt. Stromausfälle und (noch) schlechte Arbeitsbedingungen sind noch ständiger Begleiter. Dies will ich jedoch nicht näher ausführen; schließlich geht es um etwas anderes:
Die angesprochenen Stromausfälle haben zur folge, dass wir hier teilweiser über stunden auf Generatoren angewiesen sind. viele Geschäfte "laufen auf Sparflamme", die Häuser bleiben dunkel. dazu kommt noch der Umstand, dass es kaum Straßenbeleuchtung gibt. Für uns kaum vorstellbar, doch hier normale Realität. Fehlende Fahrbahnmarkierungen vervollständigen das Bild. Die folgen sind jedem klar: bei Dunkelheit und Stromausfall sieht man ...nicht viel und manchmal auch gar nichts. Buergersteige sind ebenfalls Mangelware. Ich muss wohl kaum noch erwähnen, dass die meisten Fahrzeuge hier im Kosovo keine vollständige Beleuchtungseinrichtungen haben.....
Die folgen für die Fußgänger und insbesondere für die Kinder dürften jedem klar sein: Jeder Gang zur Schule (der Winter kommt erst noch) und normale Spaziergänge bei Dunkelheit werden zu einem Lotteriespiel. Unfälle hat es natürlich schon gegeben. Ich werde hier jedoch keine Statistik aufzeigen, um deutlich zu machen, wie ernst die Situation ist.
Unsere Motivation für so eine Idee ergab sich aus dem Gedanken, dass wir nicht so lange warten wollten, bis noch mehr Kinder "in den Brunnen gefallen sind". Ss gibt eine menge Probleme hier; Die UN leistet an vielen "Fronten" hervorragend Arbeit, nur eben nicht in diesem Bereich. Die Idee mit den "Blinkies" erschien uns simpel, aber sehr effektiv, um diesem Problem zu begegnen.....
Wir hoffen beide auf viele nette Leute, die uns Blinkies zur Verfügung stellen, die wir an die Kinder weitergeben Können.
vielen dank im voraus
das waren aus dem Kosovo
Michael Lueken und Holger Siemer

 

 

PS: Ich habe versucht, bei (tatsächlich) völliger Dunkelheit ein Foto zu machen.....keine Chance! wir werden uns um entsprechendes Fotomaterial kümmern

weitere berichte folgen.